Architekt, Innenarchitekt, Möbeldesigner und Maler war Charles Rennie Mackintosh. Er gehörte der "Glasgow School" oder "Spook School" an, die europaweit bekann wurde; ausser in England. Neben Herbert MacNair und den Schwestern Margaret und Frances Macdonald prägte insbesondere Mackintosh deren, nur am Rande dem Jugendstil zuzurechnende geometrisch abstrahierte Ornamentik.
Neben dem Auftrag zum Bau der "School of Arts" in Glasgow waren es nur recht wenig Auftraggeber , die Mackintosh fand. Hervorzuheben sind die Tea Rooms der Miss Cranston an der Buchanan Street und an der Argyle Street (Argyle Chair), die Villa Hillhouse des Verlegers W.W. Blackie (Hillhouse Chair) und wiederum Cranston Tea Rooms an der Willow Street (Willow Chair).
Sein letztes Hauptwerk, die Bibliothek der Glasgow School of Arts wurde wenig beachtet.
In der für Mackintosh überaus fruchtbaren Zeit zwischen 1897 und 1905 nahm er auch an Ausstellungen der Wiener Sezession (1901) und in Turin 1902 an der Ausstellung Moderner Dekorativer Kunst teil. Er lernte Kollegen wie Hoffmann, Moser, Olbrich und den Maler Klimt kennen. Dann wird es ruhig um Charles Rennie Mackintosh. Nach einer neuen kurzen Phase des Erfolges in den Jahren 1916-18 wendet sich Mackintosh fast ausschliesslich der Malerei zu und zieht nach Frankreich.
Seine Möbelentwürfe erleben erst viel später eine Renaissance und werden heute zu den wichtigsten Frühwerken der modernen Möbeldesignklassik gezählt.